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Arbeit schafft Würde

In der Fragestunde des Landtags stand gestern die SPD-Forderung nach einem sozialen Arbeitsmarkt auf der Tagesordnung.
SPD-Fraktionschefin Hannelore Kraft hatte zuvor darauf hingewiesen, dass viele Langzeitarbeitslose unüberwindbare Vermittlungshemmnisse und derzeit keine Perspektive auf dem ersten Arbeitsmarkt haben. Kraft: "Wir wollen diesen Langzeitarbeitslosen aber eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsperspektive auf Dauer eröffnen. Wenn diese Menschen sagen können, ich gehe regelmäßig arbeiten, geben wir ihnen auch Selbstwertgefühl zurück. Arbeit hat eindeutig auch mit Würde zu tun. Das Angebot eines sozialen Arbeitsmarktes ist freiwillig und keine Pflicht. Damit unterscheiden wir uns ganz eindeutig von den populistischen Forderungen von Herrn Westerwelle, der Gesellschaftsgruppen gezielt gegeneinander ausspielt. Wir brauchen auch keinen Zwang, denn ich bin davon überzeugt, dass viele das Angebot freiwillig annehmen werden, denn die ganz große Mehrheit der Arbeitslosen will arbeiten."

Zum Video-Statement von Hannelore Kraft …
Zum Beschluss der SPD-Arbeitsmarktspolitiker …
 

Kommunale Versorgungsstrukturen nachhaltig sichern

Mit ihrer Ideologie des 'Privat vor Staat' haben CDU und FDP die wirtschaftliche Betätigung der Städte und Gemeinden massiv eingeschränkt. Damit droht ihnen langfristig das Aus. Gewinne werden also privatisiert, verlustreiche Aufgaben der Daseinsvorsorge dagegen allein der Allgemeinheit aufgebürdet. "Hinzu kommt, dass die schwarz-gelben Privatisierungen eben nicht zu mehr Verbraucherrechten, preisgünstigeren Angeboten, höherem Qualitätsniveau und einem flächendeckend guten Angebot geführt haben. Häufig ist das genaue Gegenteil der Fall: Wenn wenige große Unternehmen die Märkte beherrschen, bleiben Angebotsvielfalt und Wahlfreiheit für die Verbraucher häufig auf der Strecke" begründete der Kommunalexperte Hans-Willi Körfges den SPD-Antrag 'Kommunale Versorgungsstrukturen nachhaltig sichern'. "Die Diskriminierung kommunaler Unternehmen muss gestoppt werden. Sie brauchen Chancengleichheit, zum Nutzen der Bürgerinnen und Bürger."

Zur Rede von Hans-Willi Körfges …
Zum SPD-Antrag … (Drucksache 14/10732)

 

Wann legt Rüttgers alle Sponsoren offen?

Im Zusammenhang mit der jahrelangen Praxis der NRW-CDU, bei Kongressen und Parteitagen Gesprächstermine mit dem Ministerpräsidenten gegen Geld anzubieten, hat der Ministerpräsident zwar Fehler und moralisches Versagen eingeräumt, zur weiteren Aufklärung der Sponsoring-Affäre bei der CDU leistete er aber auch am Mittwoch im Plenum keinen Beitrag. "Bis heute sind die entsprechenden Informationen weiterhin nicht bekannt. Die Unterlagen liegen ebn nicht auf dem Tisch. Stattdessen versucht die CDU mit einer Strafanzeige die kritischen Journalisten einzuschüchtern, die die dubiosen Gesprächsangebote veröffentlicht hatten", kritisierte der SPD-Fraktionsvize Norbert Römer in der Aktuellen Stunde des Landtags.

Zum Antrag der Aktuellen Stunde … (Drucksache 14/10781)
Zur Rede von Wolfram Kuschke …
Zu den Rede von Norbert Römer …
 

Finger weg von den Arbeitsmarktmitteln

Heute Mittag wird der Landtag den SPD-Eilantrag "Finger weg von den Mitteln für die aktive Arbeitsmarktpolitik" beraten. Hintergrund ist, dass die schwarz-gelbe Koalition in Berlin insgesamt 900 Millionen Euro bei den Mitteln für die Arbeitsmarktpolitik sperren will. Dieses Geld fehlt in den Jobcentern vor Ort, um Menschen wieder in Arbeit zu bringen. Es fehlt bei den Eingliederungsmaßnahmen für Arbeitssuchende und bei den Vermittlern, die die Menschen in den Jobcentern betreuen. Die Sperrung der Haushaltsmittel hat daher massive Einschnitte in der Arbeitsmarktpolitik zur Folge. Besonders betroffen ist NRW, aber auch Berlin und Ostdeutschland.

Zum SPD-Eilantrag … (Drucksache 14/10783)
Zum Live-Video-Stream (Donnerstag, 11. März 2010, ab 13.30 Uhr) …

Ehrenamt langfristig absichern

Gegen 14 Uhr steht heute der SPD-Antrag "Wege zur solidarischen Bürgergesellschaft - Bürgerschaftliches Engagement und Freiwillige Tätigkeit langfristig absichern und auf den gesellschaftlichen Wandel reagieren" auf der Tagesordnung. Die Sozialdemokraten fordern eine größere gesellschaftliche Anerkennung und Wertschätzung von freiwilligem Engagement, den Ausbau und die Vernetzung von Freiwilligenzentralen und die Sicherung der Jugend(verbands)arbeit durch eine verlässliche Landesfinanzierung.

Zum SPD-Antrag … (Drucksache 14/10138)
Zum Live-Video-Stream (Donnerstag, 11. März 2010, ab 14.00 Uhr) …

 

NRW-Trend März 2010

Das Rennen um die politische Mehrheit in NRW ist völlig offen. Gut acht Wochen vor der Landtagswahl am 9. Mai 2010 holt die SPD gegenüber der CDU weiter auf. Bei der Sonntagsfrage im aktuellen NRW-Trend liegen die Christdemokraten nur noch zwei Zähler vor den Sozialdemokraten. Die CDU verliert einen Prozentpunkt und landet bei 35 Prozent, die SPD legt demgegenüber einen Prozentpunkt zu und schafft 33 Prozent. Damit lägen SPD und Grüne einen Zähler vor der schwarz-gelben Regierungskoalition.

Bei der aktuellen Umfrage der Bild-Zeitung liegen SPD und CDU mit jeweils 36 Prozent sogar gleichauf.

Zur aktuellen Umfrage des WDR …
 

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